Ein wegweisendes Urteil für die Sterbehilfe

Weil er eine Patientin beim Suizid begleitete, hat die Staatsanwaltschaft Berlin einen Hausarzt angeklagt. Das Gericht spricht ihn nun frei – ein Urteil, das die Sterbehilfe verändern könnte.

Als die Richterin das Urteil spricht, bricht Jubel aus. Viele Patienten sind ins Gericht gekommen, sie applaudieren ihrem Arzt. Freispruch. Christoph Turowski sitzt ganz still auf der Anklagebank. Erst als er später aus dem Saal tritt, lässt er eine Emotion zu. „Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“, sagt er. Und dass er diesen Kampf für alle Ärzte geführt habe, damit sie sich nicht fürchten müssen, wenn sie mit einer solchen Entscheidung konfrontiert werden wie er.

Zum Artikel vom 08.03.2018 auf Welt.de ...

Dr. Turowski muss für seinen Freispruch ca. 30.000 Euro Anwaltskosten zahlen. Davon übernimmt die Staatskasse wegen des Freispruchs gerade mal 15 Prozent! Als ethisch handelnder Arzt hat er in seinem Leben keine Reichtümer angehäuft, aus denen er das bezahlen könnte. Hier sind wir nun gefordert: Damit solche Helden gefördert werden und hoffentlich in Zukunft noch andere sich trauen für unser Recht zu kämpfen, wollen wir ihn finanziell unterstützen. Zeigen Sie Ihre Solidarität und Anerkennung für diesen aufrechten Mann, indem Sie ihm einen Prozesskostenbeitrag zukommen lassen (da er offensichtlich gemeinnützig ist aber formal als solcher nicht anerkannt, kann das nicht als Spende abgesetzt werden). Überschüsse werden für den wahrscheinlich folgenden Prozess beim BGH verwendet oder einem Rechtshilfefonds zugeführt. Hier ist seine Kontonummer:
Dr. Christoph Turowski, Postbank Berlin IBAN DE67100100100643291124, Verwendungszweck: Prozesskosten Suizidhilfe (SF)

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